Ein Mann mittleren Alters mit grauen Haaren und Bartstoppeln, der breit lächelt und ein schwarzes Hemd trägt, vor einem gedämpften grünen Hintergrund. (KI-generiert)

Grüner Star (Glaukom)

Grünen Star früh erkennen, rechtzeitig handeln.

Das Wichtigste zum Grünen Star in Kürze

Grüner Star (Glaukom) ist eine Augenerkrankung, bei der der Sehnerv schleichend und meist schmerzfrei geschädigt wird – häufig durch einen erhöhten Augeninnendruck. Weil es im Frühstadium kaum Beschwerden gibt, ist die Früherkennung beim Augenarzt ab 40 Jahren entscheidend. Verlorene Sehkraft kehrt nicht zurück, doch mit Augentropfen, Laser oder Operation lässt sich das Fortschreiten in vielen Fällen stoppen.

Was ist der Grüne Star?

Grüner Star ist der umgangssprachliche Name für das Glaukom: eine Erkrankung, bei der Nervenfasern des Sehnervs nach und nach absterben. Der Sehnerv leitet alle Bildinformationen vom Auge an das Gehirn. Gehen Fasern verloren, entstehen blinde Flecken im Gesichtsfeld – unbehandelt bis zur Erblindung.

Grüner Star ist keine seltene Erkrankung. In Deutschland sind Schätzungen zufolge rund 900.000 Menschen betroffen, die Dunkelziffer liegt vermutlich höher. In Westeuropa zählt das Glaukom nach der altersabhängigen Makuladegeneration zu den häufigsten Ursachen für Erblindung.

Welche Symptome treten beim Grünen Star auf?

Grüner Star verursacht im Frühstadium meist keine Symptome – das macht ihn so tückisch. Die Ausfälle beginnen am Rand des Gesichtsfelds und bleiben lange unbemerkt.. Bemerken Betroffene etwas, ist der Sehnerv oft schon deutlich geschädigt.

Frühes Stadium: Leichte Einschränkungen am Rand des Gesichtsfeldes.

Frühes Stadium: Leichte Einschränkungen am Rand des Gesichtsfeldes.

Tunnelblick: Nur noch das zentrale Bild bleibt sichtbar.

Fortschreitender Ausfall: Das Gesichtsfeld verengt sich zunehmend.

Fortschreitender Ausfall: Das Gesichtsfeld verengt sich zunehmend.

Tunnelblick: Nur noch das zentrale Bild bleibt sichtbar.

Mögliche Anzeichen im fortgeschrittenen Stadium:

    • Sie übersehen Dinge am Rand, stoßen sich öfter oder stolpern.

    • Sie fühlen sich unsicher im Straßenverkehr, etwa beim Spurwechsel.

    • Sie sehen schlechter in der Dämmerung und sind blendempfindlicher.

    • Sie haben oft das Gefühl, dass die Brille nicht mehr passt.

    • Im Spätstadium: Tunnelblick und nachlassende Sehschärfe.

Das Gehirn ergänzt fehlende Bildteile, und das andere Auge deckt Lücken mit ab. Deshalb fallen Ausfälle oft erst auf, wenn Sie ein Auge abdecken. Ein solcher Selbsttest ersetzt aber keine Untersuchung.

Notfall Glaukomanfall: Diese Warnzeichen sind ernst

Glaukomanfall – sofort handeln
Ein Glaukomanfall (akutes Winkelblockglaukom) ist ein augenärztlicher Notfall. Der Augeninnendruck steigt innerhalb kurzer Zeit stark an.

    • plötzliche, starke Augen- und Kopfschmerzen

    • gerötetes, steinhartes Auge

    • Nebelsehen und farbige Ringe um Lichtquellen

    • rasch nachlassende Sehkraft

    • Übelkeit und Erbrechen

WICHTIG: Suchen Sie sofort einen Augenarzt oder eine Augenklinik auf. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117, im Notfall wählen Sie 112.

Weil Übelkeit und Kopfschmerz im Vordergrund stehen können, wird ein Glaukomanfall manchmal mit Migräne oder einem Magen-Darm-Infekt verwechselt. Akut senken Medikamente den Druck, danach folgt meist eine Laserbehandlung (Laser-Iridotomie). Erkennt der Augenarzt ein erhöhtes Risiko, kann er vorbeugend lasern oder einen Linsentausch empfehlen.

Welche Symptome treten beim Grünen Star auf?

Die häufigste Ursache für Grünen Star ist ein zu hoher Augeninnendruck. Er entsteht, wenn das Kammerwasser im Auge nicht gut genug abfließt. Der Druck belastet den Sehnerv und verschlechtert seine Durchblutung – Nervenfasern gehen zugrunde.

Ihr Auge bildet ständig eine klare Flüssigkeit: das Kammerwasser. Es versorgt Linse und Hornhaut mit Nährstoffen. Anschließend fließt es über ein feines Gewebenetz im Kammerwinkel (Trabekelwerk) und den Schlemm-Kanal in die Blutgefäße ab.

Der Druck allein entscheidet aber nicht: Bei rund 20 von 100 Glaukom-Patienten ist der Augendruck normal. Dann spielen andere Faktoren wie die Durchblutung des Sehnervs eine größere Rolle.

Schematische Darstellung eines Auges. Das Kammerwasser fließt frei ab.

Normaler Kammerwasserabfluss

Schematische Darstellung eines Auges. Der Abfluss ist gestört – der Druck im Auge steigt.

Gestörter Kammerwasserabfluss

Risikofaktoren: Wer ist besonders gefährdet?

    • Alter ab 40 Jahren – das Risiko steigt mit den Lebensjahren

    • Glaukom in der Familie, etwa bei Eltern oder Geschwistern

    • erhöhter Augeninnendruck

    • starke Kurzsichtigkeit

    • starke Weitsichtigkeit – sie begünstigt ein Engwinkelglaukom

    • dünne Hornhaut

    • längere Kortison-Behandlung, zum Beispiel als Tropfen oder Tabletten

  • Durchblutungsstörungen, sehr niedriger oder stark schwankender Blutdruck, Diabetes

    • frühere Augenverletzungen oder -entzündungen

Trifft einer dieser Punkte auf Sie zu? Dann sprechen Sie mit Ihrem Augenarzt über passende Kontrollabstände.

Ihre Glaukom-Vorsorge bei Smile Eyes

Vertrauen Sie auf die Erfahrung unserer Augenspezialisten. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und beraten Sie persönlich zur Früherkennung von Grünem Star.

Welche Formen von Grünem Star gibt es?

Grüner Star ist ein Sammelbegriff für mehrere Glaukomformen. Am häufigsten ist das primäre Offenwinkelglaukom, das langsam und lange unbemerkt fortschreitet. Welche Form vorliegt, bestimmt die passende Behandlung.

Die wichtigsten Glaukomformen im Überblick
Formen des Glaukoms (Grüner Star) im Überblick: Was passiert und typischer Verlauf
Form Was passiert? Typischer Verlauf
Offenwinkelglaukom Der Abfluss im offenen Kammerwinkel ist verlangsamt. Schleichend, über Jahre ohne Beschwerden
Engwinkelglaukom(Winkelblockglaukom) Die Regenbogenhaut verlegt den engen Kammerwinkel. Kann plötzlich als Glaukomanfall auftreten
Normaldruckglaukom Der Sehnerv wird trotz normalem Augendruck geschädigt. Schleichend, oft mit Durchblutungsstörungen
Sekundäres Glaukom Folge anderer Ursachen, z. B. Entzündung, Verletzung, Kortison oder Diabetes Abhängig von der Ursache
Angeborenes Glaukom Das Abflusssystem ist von Geburt an fehlgebildet. Selten; große, lichtempfindliche, tränende Augen beim Baby

Beim Normaldruckglaukom steht die Durchblutung im Mittelpunkt. Starke Blutdruckschwankungen oder ein nächtlicher Blutdruckabfall können den Sehnerv belasten. Hier ist die Zusammenarbeit von Augenarzt und Hausarzt besonders wichtig.

Grüner Star und Grauer Star: Was ist der Unterschied?

Grüner Star betrifft den Sehnerv, Grauer Star die Augenlinse. Beim Grauen Star trübt sich die Linse ein – eine Operation mit Kunstlinse stellt die Sicht in der Regel wieder her. Beim Grünen Star sind Schäden dagegen dauerhaft, deshalb zählt jede frühe Diagnose.

Vergleich: Grüner Star vs. Grauer Star

Vergleich von Grünem Star (Glaukom) und Grauem Star (Katarakt) nach Betroffenem Bereich, typischen Anzeichen, Ursache, Behandlung und Heilbarkeit
Merkmal Grüner Star (Glaukom) Grauer Star (Katarakt)
Betroffen Sehnerv Augenlinse
Typische Anzeichen Ausfälle am Rand des Gesichtsfelds, lange unbemerkt Verschwommenes, blasses Sehen, Blendung
Häufigste Ursache Erhöhter Augeninnendruck Altersbedingte Trübung der Linse
Behandlung Augentropfen, Laser, Operation Operation: Austausch der Linse
Heilbar? Nein, aber gut behandelbar Sehen lässt sich meist wiederherstellen

Beide Erkrankungen können gleichzeitig auftreten. Dann lässt sich ein drucksenkender Eingriff manchmal mit der Linsenoperation kombinieren. Mehr zum Grauen Star und seiner Behandlung.

Diagnose: So erkennt der Augenarzt einen Grünen Star

Einen Grünen Star kann nur der Augenarzt sicher feststellen. Dazu kombiniert er mehrere schmerzfreie Untersuchungen von Augendruck, Sehnerv und Gesichtsfeld. Erst das Gesamtbild zeigt, ob ein Glaukom vorliegt und wie schnell es fortschreitet.

Untersuchungen zur Glaukom-Diagnose

Um ein Glaukom festzustellen, führt der Augenarzt zusätzlich zu einem Sehtest verschiedene Untersuchungen durch. Die wichtigsten sind:

Optische Kohärenztomografie (OCT):


Mit dieser modernen, berührungsfreien Untersuchung kann ein dreidimensionales Bild des Sehnervs erstellt werden. Dadurch lassen sich selbst kleinste Veränderungen der Nervenfasern frühzeitig erkennen, oft noch bevor Beschwerden oder Gesichtsfeldausfälle auftreten oder Veränderungen mit dem menschlichen Auge sichtbar wären.

Augeninnendruckmessung (Tonometrie):


Der Druck im Auge wird in mmHg mit einem speziellen Gerät, dem Tonometer, gemessen.

Hornhautdickenmessung (Pachymetrie):


Hierbei wird die Dicke der Hornhaut gemessen. Dieser Wert hilft dabei, den Augeninnendruck individuell genauer zu beurteilen und die Messergebnisse richtig einzuordnen.

Gesichtsfeldmessung (Perimetrie):


Prüft jedes Auge einzeln mittels Lichtpunkten auf Einschränkungen oder Ausfälle im Gesichtsfeld.

Augenspiegelung (Ophthalmoskopie):


Zeigt, ob der Sehnervenkopf (Papille) bereits ausgehöhlt ist.

Kammerwinkeluntersuchung (Gonioskopie):


Klärt, ob der Kammerwinkel offen oder eng ist.

Wichtig: Ein normaler Augendruck schließt Grünen Star nicht aus. Deshalb gehört die Untersuchung des Sehnervs immer dazu. Da sich ein Glaukom meist langsam entwickelt, sind regelmäßige Kontrollen besonders wichtig.

Patientin bei einer augenärztlichen Untersuchung an der Spaltlampe zur Vorsorge und Früherkennung des Grünen Stars (Glaukom). (KI-generiert)

Glaukom-Vorsorge: Ab wann und wie oft?

Wie die augenärztlichen Fachgesellschaften empfehlen auch unsere Augenspezialisten eine Glaukom-Früherkennung ab 40 Jahren. Wie oft Sie danach zur Kontrolle sollten, hängt von Alter und Risikofaktoren ab. Bei familiärer Vorbelastung oder starker Kurzsichtigkeit kann eine Untersuchung auch früher sinnvoll sein – Ihr Augenarzt legt den passenden Abstand fest.

Wichtig zu wissen:

Die Schädigung des Sehnervs ist irreparabel. Gerade darum ist die Früherkennung so wichtig. Auf jeden Fall sollten Sie auch nach einer Operation am Grünen Star regelmäßig zur Augeninndruck-Kontrolle zu Ihrem Augenarzt. Ein Grüner Star kann auch nach einer erfolgreichen Operation jederzeit wiederkommen.

Noch unsicher, welche Behandlung für Sie passt?

Unsere Spezialisten beraten Sie persönlich – auf Basis modernster Diagnostik.

Behandlung: Wie wird Grüner Star behandelt?

Ziel jeder Behandlung von Grünem Star ist es, den Augeninnendruck zu senken und so den Sehnerv zu schützen. Je nach Form und Stadium kommen spezielle Augentropfen, Laser oder eine Operation infrage. Welche Therapie zu Ihnen passt, entscheidet Ihr Augenarzt nach einer gründlichen Untersuchung.

HEUTE OFT DER ERSTE SCHRITT

Laserbehandlung

Die Selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) ist beim Offenwinkelglaukom häufig die erste Behandlung. Auch augenärztliche Fachgesellschaften empfehlen die SLT zunehmend als ersten Behandlungsschritt. Dabei wird der natürliche Abfluss der Augenflüssigkeit durch einen Laser angeregt, sodass sich der Augeninnendruck senken kann. Die Behandlung erfolgt ambulant, dauert nur wenige Minuten und ist in der Regel schmerzarm. Es sind keine bleibenden Nebenwirkungen zu erwarten. Auch eine Veränderung der Augenfarbe, wie sie bei manchen Augentropfen auftreten kann, ist nicht zu befürchten.

Beim Engwinkelglaukom kann eine Laser-Iridotomie helfen: Eine kleine Öffnung in der Regenbogenhaut (Iris) verbessert den Kammerwasserfluss und ermöglicht einen Druckausgleich. Meist genügt ein Eingriff.

Bei fortgeschrittenem oder schwer einstellbarem Glaukom gibt es ein weiteres Laserverfahren: die Zyklophotokoagulation. Dabei verödet der Laser gezielt Gewebe des Strahlenkörpers, der das Kammerwasser bildet. So entsteht weniger Flüssigkeit und der Augeninnendruck sinkt. Das Auge muss dafür nicht eröffnet werden. Um eine überschießende Reaktion zu vermeiden, wird vorsichtig dosiert und ein Nachlasern einige Monate später in Kauf genommen.

WENN EINE ERGÄNZENDE BEHANDLUNG NÖTIG IST

Augentropfen

Augentropfen senken den Augeninnendruck: Je nach Wirkstoff vermindern sie die Kammerwasserproduktion oder verbessern den Abfluss. Sie kommen zum Einsatz, wenn die SLT allein nicht ausreicht, nicht infrage kommt oder eine zusätzliche Therapie nötig ist. Die Tropfen wirken nur, solange Sie sie regelmäßig und dauerhaft anwenden – auch ohne Beschwerden.

Mögliche Nebenwirkungen wie Brennen, Rötung oder trockene Augen besprechen Sie bitte mit Ihrem Augenarzt. Setzen Sie Tropfen nie eigenmächtig ab.

So wenden Sie Augentropfen richtig an

    • Waschen Sie sich die Hände.

    • Neigen Sie den Kopf leicht nach hinten und schauen Sie nach oben.

    • Ziehen Sie das Unterlid sanft herunter und geben Sie einen Tropfen in die Bindehauttasche. Die Flasche berührt das Auge nicht.

    • Schließen Sie das Auge und drücken Sie 1–2 Minuten sanft auf den inneren Lidwinkel.

    • Brauchen Sie mehrere Präparate, warten Sie etwa 5 Minuten zwischen den Tropfen. Sofern Ihr Augenarzt nichts anderes empfiehlt.

WENN ANDERE METHODEN NCHT REICHEN

Glaukom-OP

Bei einem fortgeschrittenen Grünen Star, bei Unverträglichkeit der Augentropfen oder wenn der Druck trotz Laser und Tropfen zu hoch bleibt, ist eine Operation am Grünen Star sinnvoll. Moderne, minimalinvasive Eingriffe machen diesen Schritt heute deutlich schonender. Die meisten Eingriffe finden in örtlicher Betäubung statt.

Je nach Glaukomform, Stadium und Zieldruck kommen verschiedene Eingriffe infrage. Minimalinvasive Implantate wie iStent sind besonders schonend, klassische Verfahren wie Trabekulotomie und Trabekulektomie (Fisteloperation) haben sich seit Langem bewährt. Welche Methode zu Ihnen passt, besprechen wir persönlich mit Ihnen.

iStent


Der iStent gehört zu den kleinsten Implantaten der Medizin. Er verbindet die Vorderkammer direkt mit dem Schlemm-Kanal, dem natürlichen Abflussweg des Kammerwassers. So umgeht das Kammerwasser das Trabekelwerk, das den Abfluss beim Glaukom bremst. Der Eingriff ist minimalinvasiv, eignet sich vor allem bei leichtem bis mittlerem Glaukom und lässt sich oft mit einer Grauer-Star-Operation kombinieren.

Trabekulotomie (Verbesserung des natürlichen Abflusses)


Bei der Trabekulotomie wird der mikroskopisch kleine Ringkanal (Schlemmkanal), der das Kammerwasser in das Blutsystem leitet, zur vorderen Augenkammer eröffnet. So erhält das Kammerwasser seinen natürlichen Abflussweg wieder und kann frei abfließen. Der Wundbereich wird anschließend durch mikroskopisch kleine Fäden verschlossen, die sich selbstständig auflösen. Zum Schluss erhalten Sie eine Kortisonspritze neben das Auge, um eine überschießende Vernarbung zu verhindern. Die Operation findet in Lokalanästhesie statt. Die reine Operationszeit beträgt etwa 25 Minuten.

Nach der Trabekulotomie-Operation können Sie auf dem operierten Auge zunächst häufig nur Hell und Dunkel erkennen. Eine vollständige Erholung des Sehens dauert oft bis zu zwei Monaten und es kann vorkommen, dass Sie so lange kein Auto fahren dürfen. Da die Wunde etwas größer ist als bei der Katarakt-Operation, spüren Sie während dieser zwei Monate einen geringen Fremdkörperreiz. In wenigen Fällen sind  auch die mikroskopisch kleinen Fäden spürbar. Diese können in dem Fall bereits in der zweiten Woche nach der Operation gezogen werden. Andernfalls lösen Sie sich innerhalb von acht Wochen von selbst auf.

Fisteloperation/Trabekulektomie (Äußere Druckableitung)


Die Operation verläuft ähnlich wie die Trabekulotomie, schafft aber einen künstlichen Abfluss:  dabei wird die Lederhautnaht locker und die Bindehautnaht definitiv verschlossen. Das Kammerwasser wird unter die Bindehaut geleitet, wo ein sogenanntes Sickerkissen entsteht. Damit es dauerhaft funktioniert und nicht vernarbt, ist eine sorgfältige, engmaschige Nachbehandlung essenziell.

Lasertrabekuloplastik


Unter Lasertrabekuloplastik (häufig ALT oder SLT genannt) versteht man eine Behandlung im Bereich des Kammerwasserabflusses. Die Behandlung erfolgt ähnlich wie eine Routineuntersuchung im Sitzen. Das Auge wird nur mit Augentropfen betäubt. Die Behandlung dauert wenige Minuten. In den meisten Fällen lässt sich der Augeninnendruck gut senken, die SLT kann bei Bedarf mehrfach wiederholt werden.


Nach einer Laserzyklodestruktion erholt sich das Auge meist viel schneller als nach der Trabekulotomie. Auch bei einer erfolgreichen Glaukom-Operation kann es durch Vernarbungen später wieder zu Drucksteigerungen kommen. Mit einer einzigen Operation ist nur in etwa 60 % der Fälle eine langfristige ausreichende Druckregulierung zu erreichen, deshalb sollten Sie lebenslang mehrmals im Jahr Ihren Augeninnendruck und gegebenenfalls Ihren Sehnerv oder Ihr Gesichtsfeld von Ihrem Augenarzt kontrollieren lassen.

Wichtig zu wissen:

Die Schädigung des Sehnervs ist irreparabel. Gerade darum ist die Früherkennung so wichtig. Auf jeden Fall sollten Sie auch nach einer Operation am Grünen Star regelmäßig zur Augeninndruck-Kontrolle zu Ihrem Augenarzt. Ein Grüner Star kann auch nach einer erfolgreichen Operation jederzeit wiederkommen.

Für jeden Patienten gibt es einen individuellen Zieldruck. Ihr Augenarzt legt fest, welcher Wert Ihren Sehnerv ausreichend schützt, und prüft den Erfolg in regelmäßigen Abständen.

Liegt der Erkrankung niedriger Blutdruck zu Grunde, ist die Zusammenarbeit zwischen Augenarzt und Hausarzt zur Stabilisierung der Durchblutung wichtig. Starke Schwankungen oder ein nächtlicher Abfall des Blutdrucks können langfristig zu dem sogenanntem Normaldruck-Glaukom führen. So gibt es Grüner-Star-Patienten, bei denen das Augenlicht durch einen Herzschrittmacher oder durch ein Absetzen der abendlichen blutdrucksenkenden Therapie zu retten ist.

Nach der Glaukom-OP: Nachsorge und Kontrollen

Nach einer Operation sind regelmäßige Kontrollen entscheidend, denn Narben können den neuen Abfluss mit der Zeit verengen. Lassen Sie Augendruck, Sehnerv und Gesichtsfeld deshalb lebenslang kontrollieren. Anfangs kann das Sehen verschwommen sein – Auto fahren Sie erst wieder nach ärztlicher Freigabe.

Fragen zum Grünen Star? Wir sind für Sie da.

Lassen Sie Augendruck und Sehnerv bei Smile Eyes untersuchen – an einem Standort in Ihrer Nähe.

Ihre Augenärzte für Grünen Star bei Smile Eyes

Bei Grünem Star zählt Erfahrung. Unsere Augenärzte verbinden langjährige Erfahrung und wissenschaftliche Arbeit mit moderner Technik.

  • Individuelle Voruntersuchung: Keine Behandlung ohne gründliche Analyse Ihrer Augen.

  • ZEISS als langjähriger Partner: Moderne Diagnose- und Behandlungsgeräte vom Technologieführer.

  • Konsequent ärztlich begleitet: Von der Erstuntersuchung bis zur Nachsorge.

  • Standorte in Ihrer Nähe: Smile Eyes Zentren in Deutschland und Österreich.

Häufige Fragen zu Grünem Star

Die Fragen, die uns unsere Patienten am häufigsten stellen – klar und verständlich beantwortet.

Ist Grüner Star heilbar?


Nein, Grüner Star ist nicht heilbar – verlorene Nervenfasern wachsen nicht nach. Früh erkannt und konsequent behandelt, lässt sich das Fortschreiten aber in vielen Fällen stoppen oder deutlich verlangsamen. So behalten viele Betroffene eine gute Sehkraft für den Alltag.

Was sind die ersten Anzeichen von Grünem Star?


Im Frühstadium gibt es meist keine spürbaren Anzeichen. Später fallen kleine Lücken am Rand des Gesichtsfelds auf, etwa wenn Sie Gegenstände seitlich übersehen. Weil Gehirn und das andere Auge vieles ausgleichen, bringt nur eine augenärztliche Untersuchung Gewissheit.

Welcher Augeninnendruck ist normal?


Als normal gelten Werte zwischen etwa 10 und 21 mmHg. Werte darüber sind verdächtig, beweisen aber noch kein Glaukom. Umgekehrt schließt ein normaler Wert einen Grünen Star nicht aus. Entscheidend ist der Zustand des Sehnervs.

Wie schnell schreitet ein Glaukom voran?


Der häufigste Grüne Star, das Offenwinkelglaukom, schreitet meist langsam über Jahre voran. Wie schnell sich das Gesichtsfeld verändert, zeigen regelmäßige Kontrollen. Eine Ausnahme ist der Glaukomanfall: Er entwickelt sich innerhalb von Stunden.

Zahlt die Krankenkasse die Glaukom-Früherkennung?


Die Früherkennung ohne konkreten Verdacht ist für gesetzlich Versicherte eine Selbstzahlerleistung (IGeL). Besteht ein begründeter Verdacht oder ist ein Glaukom bekannt, übernimmt die Krankenkasse die notwendigen Untersuchungen und die Therapie. Private Versicherungen erstatten je nach Tarif.

Ist ein Glaukom erblich?


Grüner Star tritt familiär gehäuft auf. Haben Eltern oder Geschwister ein Glaukom, ist Ihr eigenes Risiko erhöht. Lassen Sie Ihre Augen dann früher und regelmäßiger untersuchen und informieren Sie auch Ihre Angehörigen.

Was kann ich selbst bei Grünem Star (Glaukom) tun und was sollte ich vermeiden?


Der beste Schutz ist die Früherkennung. Ist ein Glaukom bekannt, wenden Sie Ihre Therapie konsequent an und nehmen alle Kontrolltermine wahr. Nehmen Sie Kortison und Medikamente, die die Pupille erweitern können, nur nach ärztlicher Rücksprache ein. Gute Blutdruck- und Blutzuckerwerte sowie Rauchverzicht unterstützen Ihre Augengesundheit.

Darf ich mit Glaukom Auto fahren?


Das hängt vor allem von Ihrem Gesichtsfeld ab. Für den Führerschein gelten gesetzliche Mindestanforderungen an Sehschärfe und Gesichtsfeld. Lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt bestätigen, ob Sie fahrtauglich sind.

Wie lange dauert eine Glaukom-OP?


Das hängt vom Verfahren ab. Viele Eingriffe dauern weniger als eine Stunde. Details klärt Ihr Augenarzt im Vorgespräch.

Kann ich mir trotz Glaukom die Augen lasern lassen?


Das prüfen wir individuell. Bei jeder Voruntersuchung für das Augenlasern messen wir den Augendruck und beurteilen den Sehnerv. Ob eine Behandlung trotz Glaukom infrage kommt, hängt von Form, Stadium und Therapie ab.

Ist Glaukom dasselbe wie Grüner Star?


Ja. Glaukom ist der medizinische Fachbegriff, Grüner Star der umgangssprachliche Name. Beide bezeichnen eine Gruppe von Augenerkrankungen, bei denen der Sehnerv dauerhaft geschädigt wird.

Der nächste Schritt fühlt sich leicht an, wenn er klar ist.
  • Medizinisch geprüft durch Smile Eyes Augenexperten (10/2026)

  • Fachlich geprüft durch das medizinische Smile-Eyes-Team (10/2026)

Dieser Beitrag wurde von den Smile Eyes Augenexperten fachlich geprüft. Smile Eyes ist auf Kataraktchirurgie spezialisiert und bietet diese an 11 Standorten in Deutschland an.

Die Informationen auf dieser Seite dienen der ersten Orientierung und ersetzen keine persönliche augenärztliche Beratung. Ob eine Grauer Star OP für Sie geeignet ist und welche Kosten konkret entstehen, klären unsere Fachärzte individuell in der Voruntersuchung.